Im Niemandsland
Schweißtechnik Merkle investiert vier Millionen Euro in neue Firmenzentrale im Gewerbegebiet Freiham
Von Otto Fritscher
„Ja, das ist schon blöd, dass die Anton-Böck-Straße noch nicht in den Navigationssystemen zu finden ist, wir sind hier noch in der Ödnis“, sagt Siegfried Awissus. Trotzdem fühlt sich der Geschäftsführer der Merkle Schweißtechnik GmbH in seinem neuen Büro sehr wohl. Wenn er aus dem Fenster schaut, blickt er zwar ringsum noch auf Baustellen, schräg gegenüber steht ein großer Möbelmarkt, aber in ein paar Monaten wird der Firmenneubau von grünen Wiesen und Bäumen umgeben sein. „Wir haben uns ganz bewusst für diesen Standort in Freiham entschieden, denn wir wollten mit unserem Firmensitz innerhalb der Stadtgrenzen Münchens bleiben“, sagt Awissus. „Auch wenn die Gewerbesteuer höher ist als im Umland“, fügt der Chef von 45 Mann hinzu.
Eine Botschaft, die der städtischen Wirtschaftreferent Dieter Reiter gerne hört. So kam er am Freitagnachmittag zur Einweihung des neuen Firmensitzes in den die Merkle GmbH rund vier Millionen Euro investiert hat. „Haben Sie ein Faible für Western?“, fragte Reiter die Festgäste, deren 600 sich angemeldet hatten. Reiter scheint eines zu haben: „Als ich mit dem Auto gerade durch das noch unfertige Entwicklungsgebiet Freiham hier im äußersten Westen der Stadt gefahren bin, musste ich unwillkürlich an die Pioniere im amerikanischen Westen denken, die jenes wilde Land von 1827 bis 1890 eroberten und besiedelten. Als Pioniere dürfen sich die Firmen, die sich hier niederlassen, auch noch fühlen“, erklärte der Wirtschaftsreferent. In Freiham sei auch jene Aufbruchsstimmung spürbar, die man so notwendig brauche.
Das Unternehmen ist 1964 in Günzburg gegründet worden. Nach München kam es 1980, als Wilhelm Merkle, neben Awissus Chef der Münchner Niederlassung, einen Laden in Pasing anmietete. 1995 erfolgte der Umzug an die Bodenseestraße, wo das Gase-Lager mit dem schweißtechnischen Handel zusammengelegt werden konnte. Merkle stellt selbst Schweißgeräte her, die Produktion findet aber nicht in München statt. Die Preisspanne reicht von tausend bis zu mehreren hunderttausend Euro; Kunden sind Unternehmen aus dem Metallbau wie Schlossereien, Kfz-Werkstätten und andere Handwerksfirmen.
„Wir vermieten unsere Geräte auch und versuchen, diese Krisenzeiten mit innovativen Strategien zu überstehen“, erklärt Awissus. Zwar werde es heuer einen leichten Umsatzknick geben, aber bereits für 2010 rechnet er mit einer Umsatzsteigerung von rund achteinhalb auf zehn Millionen Euro. Die Merkle GmbH bildet seit 1982 kontinuierlich – ein Umstand, den Wirtschaftreferent Reiter besonders lobte. „Wer in Freiham investiert, hat beste Perspektiven“, ist der Wirtschaftreferent überzeugt.
Eine Botschaft, die der städtischen Wirtschaftreferent Dieter Reiter gerne hört. So kam er am Freitagnachmittag zur Einweihung des neuen Firmensitzes in den die Merkle GmbH rund vier Millionen Euro investiert hat. „Haben Sie ein Faible für Western?“, fragte Reiter die Festgäste, deren 600 sich angemeldet hatten. Reiter scheint eines zu haben: „Als ich mit dem Auto gerade durch das noch unfertige Entwicklungsgebiet Freiham hier im äußersten Westen der Stadt gefahren bin, musste ich unwillkürlich an die Pioniere im amerikanischen Westen denken, die jenes wilde Land von 1827 bis 1890 eroberten und besiedelten. Als Pioniere dürfen sich die Firmen, die sich hier niederlassen, auch noch fühlen“, erklärte der Wirtschaftsreferent. In Freiham sei auch jene Aufbruchsstimmung spürbar, die man so notwendig brauche.
Das Unternehmen ist 1964 in Günzburg gegründet worden. Nach München kam es 1980, als Wilhelm Merkle, neben Awissus Chef der Münchner Niederlassung, einen Laden in Pasing anmietete. 1995 erfolgte der Umzug an die Bodenseestraße, wo das Gase-Lager mit dem schweißtechnischen Handel zusammengelegt werden konnte. Merkle stellt selbst Schweißgeräte her, die Produktion findet aber nicht in München statt. Die Preisspanne reicht von tausend bis zu mehreren hunderttausend Euro; Kunden sind Unternehmen aus dem Metallbau wie Schlossereien, Kfz-Werkstätten und andere Handwerksfirmen.
„Wir vermieten unsere Geräte auch und versuchen, diese Krisenzeiten mit innovativen Strategien zu überstehen“, erklärt Awissus. Zwar werde es heuer einen leichten Umsatzknick geben, aber bereits für 2010 rechnet er mit einer Umsatzsteigerung von rund achteinhalb auf zehn Millionen Euro. Die Merkle GmbH bildet seit 1982 kontinuierlich – ein Umstand, den Wirtschaftreferent Reiter besonders lobte. „Wer in Freiham investiert, hat beste Perspektiven“, ist der Wirtschaftreferent überzeugt.






